Donnerstag, 25.03.2010
08:14 » tägliches rasten
jeden morgen muss ich mich erst einmal einrasten. tagsüber bemühen nicht das gegenteil zu tun. schaffe ich meistens. dann in der nacht: komplettes ausrasten. embryonal schlummernd. hin und her wälzend. in besonders ausgerasteten zeiten wird auch mal schlafend erzählt. nach dem aufwachen mehrere strecker. zuerst die beine wieder begradigen. die waren ja in der unsichtbaren fruchtblase des plümmos komplett angezogen. die machen das automatisch, wenn ich liege. obwohl sie wissen, dass ihre kniee das nicht mitmachen. das linke bein wird zunächst ganz an die brust gezogen. um sich dann mit einem knirschenden knie-knorpelabroller wieder in der lage zu befinden, den aufrechten gang zu ermöglichen. das rechte folgt als zweites, da es weniger zickig ist und mit einem müden knickknackknack einfach nachzieht. dann müssen die arme bis an die hintere wand gezogen werden. da meldet sich immer nur die rechte schulter und sagt knarrend guten morgen. sind jetzt beine und arme komplett ausgefahren, wird der kopf so weit in die waagerechte gebracht, bis der hals sich nach der hoffentlich erfolgten rem-phase wieder entfaltet hat. oft muss mit einer leichten links-rechts-drehung des kopfes, der hals in drei schritten aus der nächtens gebeugten nickhaltung gelöst werden. da das kinn an der brust kuschelte, um einen halt zu haben. das leicht murmelig-knarzige entfalten muss man in den ohren fühlen. sonst gibt es den ganzen tag leichten druckkopfschmerz. und wenn alles so total gestreckt ist wird die haltung kurz gehalten. wie kurz vor dem sprung von dem 10-meter-turm. dann springe ich mit einem flic-flac aus dem bett. direkt unter die dusche. denn hier muss warmes wasser die haltung konservieren, bis mittags genug köperspannung entstanden ist. ansonsten rolle ich mch ohne ankündigung und grund wieder zusammen. wie eine nacktschnecke, die unter einem kilo salz begraben wird. nur, dass ich sehr häufig angemessen bekleidet bin.

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