Freitag, 19.03.2010
13:47 » verständnis für menschenhasser in luftigen notfällen
sitze in der maschine von austrian arrows - einem schnittigen, kleinen flugzeug, das mit popelgrüner teppichware im fußraum aufwarten kann. sitze am notausgang. wegen des platzes. sonst kriege ich dicke kniee. hier kann ich mich strecken. ich muss natürlich die INFORMATION FÜR PASSAGIERE IN NOTAUSGANGSREIHEN lesen, damit ich da auch sitzen bleiben darf. es werden sechs gründe aufgelistet, die einen anderen sitzplatz notwendig machen würden. mindestens fünf der gründe treffen auf mich zu. konkret steht da:
MELDEN SIE SICH BEIM KABINENPERSONAL WEGEN EINES ANDEREN SITZPLAZES FALLS:
- SIE DIESE INFORMATION NICHT VERSTEHEN
- SIE GESUNDHEITLICH NICHT DAZU IN DER LAGE SIND ZU HELFEN
- IHNEN DIE KRAFT DAZU FEHLT / SIE SEHBEINTRÄCHTIGT SIND
- IHR GEHÖR BEEINTRÄCHTIGT IST
- SIE UNTER 12 JAHRE SIND
- SIE NICHT HELFEN MÖCHTEN

erstens verstehe ich in letzter zeit immer weniger, zweitens, bin ich arg versehrt, drittens weitsichtigt und voll im arsch, viertens habe ich tinnitus und bin immer noch voll im arsch, fünftens habe ich einen peterpankomplex und abschließend ist eh komplett zu unterstreichen. nö - ich mache den notausgang nicht auf und bleibe hier sitzen. sollen doch andere sich um die notrutsche kümmern. ich habe genug in meinem leben für bekannte, halbfremde und gänzlich unbekannte getan. jetzt bin ich mal dran und warte darauf, dass die maschine exlpodiert, untergeht, oder wir alle kollektiv den erstickungstod sterben. so sind die österrreicher - verständnis für die depressiven und im heim eingesperrten. selbst bei notfallplänen zumindest theoretisch weigerung möglich, sich wie ein mensch zu verhalten. glaube im übrigen, dass der ehem. kanzler schüssel die maschine geflogen hat. oder doppelgänger.

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