Montag, 25.01.2010
23:47 » back for spangood
seit dem heutigen mittag ist meine birne dicht. dann ist alles neblig in den kopfwindungen. dadurch und natürlich durch die lektüre von DU STIRBST NICHT muss ich an meinen geistigen zustand bzw meine geistigen fähigkeiten denken, wie sie vor sechs jahren zusammengeschrumpft waren. in dem buch erzählt die protagonistin, dass, nachdem sie sich bei ihrem ehemann über ihre fehlende sprachfähigkeit beschwert hat, dieser lediglich darauf hinweist, dass sie jetzt endlich "normal" wäre. zu mir hat ja auch jemand gesagt, jetzt könnte man sich endlich mit mir unterhalten. lustig, dass man bis heute selbst nicht sagen kann, wieviel verschüttet ist. oder anders. nur mit so einer erkältungsattacke, da fühle ich mich so ähnlich wie damals. vor allem, wenn ich etwa einen bollywoodfim beschreiben soll, denn ich niemals sehen werde. oder eine zdf-romanze. da sprudelt keine romantik, sondern erstarrung macht sich breit. nicht aus stilempfinden, eher aus fehlendem antrieb des vermaledeiten sprachzentrums. auch bin ich gerade nicht gut im kontern. eher leicht verwirrt und zu sanft. ich schätze, dass ich zu achtzig prozent wieder über meine sprachlichen fähigkeiten verfüge. der rest ist anders. vielleicht erträglicher. für andere. ich vermisse ein wenig die erfahrung niemals müde zu werden und menschen den schlaf zu rauben, mit langen satzgefügen, die aus meinem mund in das zimmer und fremde hirne poltern. seinerzeit meistens in von mir sehr geschätzte. da war es mein interesse. manchmal in verabscheute. da war es zestörungsdrang. und heute? nur noch sanftes rethorisches anschubsen. das auch noch bewusst versanftet, weil man nicht immer dem vorwurf ausgesetzt sein will, den menschen zu tief unter die haut zu bohren und in die seele zu schauen. dabei geht es immer ums hirn, das erledigt dann den rest. vielleicht mach ich mal ne kur. dann kann ich das alles mal genauer ergründen und nachbohren, was bei mir noch alles werweißwo rumlungert.

sigourney weaver kann alles

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