vor 12 jahren verbrachte herr r. ein studienjahr london. natürlich hielt er sich da auch auf. und ich besuchte ihn als guter freund in der halbwegs interessanten stadt. so etwas wie eine wg war mir immer schon fremd. seinerzeit fand ich es unglaublich, weil es für mich undenkbar war, mit ein paar halbfremden menschen meinen alltag zu teilen. herr r. ist da sehr viel ausbalancierter. zumindest nach außen. und musste auch bereit sein, eine wg zu beziehen, weil die mieten in der britischen hauptstadt unbezahlbar waren und sind. und er hatte interessante mitbewohner: einen schlimmen menschen in unserem alter, der kaum redete (was nicht weiter schlimm war, weil es aus stuttgart kam) und den ganzen tag spiegeleier aß und f., der 5 jahre jünger als ich war und immer sehr nervös durch die wohnung flitzte. dabei laberte er unaufhörlich. vor 12 jahren war ein altersunterschied von 5 jahren fühlbar größer. ich fühlte mich sehr erwachsen und musste dann auch noch auf jemanden treffen, der noch mehr und schneller redete als ich. letztes jahr ist f. in die deutsche hauptstadt umgezogen. da sich die deutsche bahn gestern geweigert hatte, ihn bis nach london zu transportieren, strandete er in köln. so ergab es sich, dass man sich nach jahren mal wieder traf. und weil f. sich in der zwischenzeit noch mehr für kunst und kultur interessiert, ist er aktiv geworden. er hat sich einer der unterschätztesten deutschen künstlerinnen angenommen und ihr eine hommage gewidmet. sollte also f. in ihrer nähe stranden und gewähren sie ihm obdach.
HIER FINDEN SIE BRÖTCHEN
und hier erklärt er die bedeutung der sangeskunst:

(editiert: 08.01.10 - 11:45)
(editiert: 09.01.10 - 02:31)