Mittwoch, 30.07.2008
11:33 » saving grace alive

von hier
manche serien schaut man mit verzögerung. weil sie zunächst nicht interessant erscheinen. wenn allerdings der bibelgürtel in den usa die hölle im fernseher entdeckt muss man sich das anschauen. leider habe ich erst drei folgen gesehen, fühle mich trotzdem genötigt, die widerspenstig engelgemachte kurz zu empfehlen.
saving grace handelt von einer polizistin, die gerne mit jüngeren, verheirateten kollegen fickt, säuft und sich danach an das steuer ihres porsche setzt, sich als außenseiterin eben ganz gut zu fühlen scheint. eigentlich nichts neues. eine protagonistin mit den üblichen ecken und kanten, wie die meisten in den letzten jahren. inklusive trauma, einer mitschwingenden traurigkeit, die durch offensives getöse kompensiert wird.
das - wenn so will - neue ist die tatsache, dass es eine frau ist, die es sich herausnimmt wie der übliche männliche cop durch die gegend zu stampfen. genaus wichtig ist, dass grace von der großen holly hunter leben eingehaucht bekommt - small but strong - edgy but fragile - entschuldigen sie die fremdsrpachigen assoziationsfragmente.
als grace eines abends hackendicht einen mann überfährt erscheint ihr ein engel. er bietet ihr eine letzte chance an. nach einem (schön gemachten) kurztrip in den grand canyon bleibt ihr nichts übrig als das angebot anzunehmen. allein, weil der engel ein holzfällerhemd trägt und immer ein fläschchen bier in der hand hat.
fortan erscheint er ihr, wann es ihm beliebt. während sie mörder, vergewaltiger und andere böse buben jagd. nebenbei gibt es noch ihre familie, verluste, traumata und ein privatleben zu meistern.
man muss nur mal die kommentare bei amazon zu dem format durchlesen - grace is more than worth saving.


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