Donnerstag, 17.01.2008
18:30 » Die Mindestgier


Der Profit - unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2008. Dies sind die Abenteuer des Windjammers Deutschland, das mit seiner 80 Mio. Mann starken Besatzung seit ungefähr 60 Jahren unterwegs ist, um neue Geisteswelten zu erforschen, neues ökonomisches Leben und eine neue deutsche Zivilisation. Viele Seemeilen von der sozialen Marktwirtschaft entfernt, dringt die Deutschland in Gesellschaftsformen vor, die schon zuvor Menschen gesehen haben und nie wieder sehen wollen.


Was lange schon angekündigt ist nun bittere Wahrheit: des Genossens Mini-Brotgeber streicht die Segel auf offener See und lässt sich treiben.


Es begab sich zu einer Zeit, in der vieles möglich schien, dass der Oberfreibeuter der halbstaatlichen Gelben Flotte sich mit der Freibeutergewerkschaft auf eine Mindestheuer geeinigt hatte.

Nachdem die Kapitäne der großen Axel S. Piratenflotte davon hörten und befürchteten, die gleiche Heuer den Frauen und Männern des Genossens PIrateN Inc. auszahlen zu müssen, kündigten sie ihr die Gefolgschaft und entzogen ihr die versprochenen hauseigenen Berliner Dublonen. Der bisher von den grünen Piraten erarbeitete Profit, welcher zu einer Hungerheuer von 400 Dublonen je Pirat erlangt wurde, durfte durch diese nun mehr als doppelte anmaßende Mindestheuer nicht schrumpfen. Auch nicht wenn die Auszahlung derselben von den örtlichen Gouverneuren per Dekret eingefordert wurde ... ums Verrecken nicht!

Verzweifelt wurde nach neuen Kapitänen in der PIrateN Inc. gesucht, welche das Steuer noch einmal (herum-)reißen konnten. Doch es war alles vergebens: die kleine grüne Flotte fuhr weiterhin ihre übliche Route ab, dennoch mit zusehends weniger Briefen in den Segeln.

Kein anderer Freibeuter- oder Piratenfürst interessierte sich für die Schiffe, Frauen und Männer der PIrateN Inc., wobei doch noch von deren Kapitänen versucht wurde, sie durch noch höhere Produktivität (größere Fanggebiete als zuvor) und noch geringere Heuer noch interessanter für die Veräußerung zu machen.

In der Hoffnung einen interessierten holländischen Reeder oder einen anderen Sklaventreiber zu finden, reichten die Kapitäne der grünen PIrateN Inc. der örtlichen Gerichtsbarkeit die Papiere des Bankrotts ein und warten nun während der nächsten Monate auf die finanzielle Erlösung oder die totale Liquiditation durch den republikanischen Gerichtsgeheimrat.

Und so treiben die Schiffe, Frauen und Männer der PIrateN Inc. immer noch ziellos dahin ... in den unendlichen Weiten einer immer rauer werdenden See aus Gier nach Profit.

Land in Sicht?<br />


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