Montag, 12.11.2007
20:27 » Ganz schön bedient
Eben mit meinem alten Freund und Weggefährten L. durch die halbe Stadt getigert, um Flyer & Poster für eine Veranstaltung, die er organisiert, in Läden und Gastronomiebetrieben auszulegen bzw. aufzuhängen. Das war toll. Anschließend in einem jener Orte zum Kaffeetrinken eingekehrt.
Geklönt, geblödelt, geschwafelt, die Schallplattenaufnahmen der Band Juli widerwillig, aber mit dem Mut der Verzweiflung ertragen.
Bezahlt (L. lud mich ein. Danke, Alter!), Kurzdialog mit der Bedienung geführt, gegangen.

Auf der Straße.

L.: „Mein lieber Scholli, die Kellnerin fand Dich aber brandheiß.“

F.: „Hm?“

L.: „Hast Du etwa nicht gesehen, was sie Dir für’n Blick zugeworfen hat?“

Unter allen erdenklichen Sätzen, die man aus den Wörtern meiner Muttersprache bilden kann, nehmen sich genau diese beiden obigen Sätze insofern als absolute Besonderheiten aus, als sie die Liste jener Sätze, die ich in meinem Leben nie wieder hören wollte, unangefochten und unanfechtbar anführen.
Dies ließ ich L. vielleicht nicht in genau diesem Wortlaut, aber mit unverkennbarem Argwohn ahnen.

20 m weiter.

L.: „Dein Bart erinnert mich an jemanden. Wart mal. Du siehst aus wie Jesus von Nazareth.“

Dazu wiederum kann ich nur sagen, daß mir spontan eine Liste deutlich unangenehmerer Personen einfällt, an die man jemanden erinnern kann.
Der sanftmütig Leidende also.
Ist er nicht angeblich auferstanden?
Könnte mir gut vorstellen, demnächst nochmal ‘n Kaffee trinken zu gehen...

1 Kommentar

  1. Holg am 12.11.07 - 22:16
    (editiert: 12.11.07 - 23:16)

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