Sonntag, 11.11.2007
17:03 » der abend nach der hochzeit
gehen sie gerne auf hochzeiten? ich nicht. bisher gab es keine, bei der ich nicht dachte: mensch, mensch, mensch...haste mal n rätselheft für omma. und das waren noch die angenehmeren. es gab schon welche, die krisen ausgelöst haben; hochzeiten, die fast wegen mir gescheitert sind, hochzeiten, die mich fast zum scheitern bzw zur aufgabe gebracht haben.
man darf aber nie aufgeben. gestern also wieder: spango auf ner hochzeit. zunächst einmal kannte ich niemanden, außer der braut, die ich mal für einen abend lang beschimpft hatte, weil sie die falschen filme mag. und ich dachte an diese unsäglichen tischordnungen. fast immer sitzt man zwischen langeweile und koma. nicht, dass ich besonders eloquent wäre. gerade auf hochzeiten. trauma und so. so wollte ich auch am liebsten eine stunde vor beginn zurückrudern. dann aber doch nicht. schließlich hatte eine der wenigen netten kolleginnen von meinem s. ihren großen tag.
und es war schon schlimm. z.b. neben mir, dieser wortkarge nasepopler. das meine ich nicht im übertragenen sinn. dazu die seelenlosen vorträge und das einfallslose schwafeln.
allerdings auch ein herrzerreißend guter auftritt von drei freundinnen der braut, die in lila paillettenkleidern als einzige den mut für gefühle hatten. ein nettes pärchen, das sich als einzige gesprächspartner entpuppten.
und eine strahlende braut, die in der ganzen grauen masse als einzige lichtquelle genügen musste.
und ich brauchte kein frisches t-shirt und hatte keinerlei verlangen, mich lautstark zu übergeben.
vielleicht liegt mein problem, neben den starren regeln und peinlichen darbietungen auf allen hochzeiten, auch darin, dass mich bisher niemand ehelichen wollte. eigentlich eine unverschämtheit.
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