guido westerwelle sieht immer mehr aus wie ein
schimpfendes trümmerfräulein. was wohl vor allem daran liegt, dass er sich für eins hält. im spiegel interview beklagt er den linksruck aller parteien. ja, auch die cdu/csu wäre nach links gerückt, während seine partei standhaft die ehre der bürgerlichen mitte hochhielte.
mit prada handy in der einen hand und goldenem lockenstab in der anderen, steht er mit sicherheit abends in seinem loft, betrachtet schmachtend seine bisky-bilder und beklagt die fehlende leistungsbereitschaft in deutschland. dieses land, das ihm soviel zu verdanken hat. dem er bis heute erklären muss, was demokratie bedeutet. demokratie ist nämlich freiheit und konsum für alle. die es sich leisten können. wobei konsum ein synonym für freiheit ist. außerdem haben noch viel zu wenige begriffen, dass die fdp als einzige partei die soziale marktwirtschaft gegen die kommunistischen bestrebungen der volksparteien in schutz nimmt. und erschöpft weist er darauf hin, dass er für mehr weibchen bei den liberalen plädiert. und erinnert, ganz ohne scham, daran, dass er es wahr, der frau koch-mehrin zur speerspitze des feminismus in europa gemacht hat. obwohl einzelne behauptet haben, jung und blond reiche nicht. natürlich reicht das. mittelalt und schütterblond reicht ihm doch. und schon schnappt er sich seine seidene schürze, zieht die nappahandschuhe über und packt da an, wo es notwendig ist. trümmersuche in den glitzernden nischen der hauptstadt. da wo guido glaubt, die mauer stehe noch, oder dass sie gerade wieder heimlich hochgezogen wird. guido alleine und schlecht frisiert. unverstanden und lautstark. in seinem kleinen iglu der selbstzufriedenheit, wie er weiterhin die höchsten und hässlichsten mauern der republik weiter verantwortet. eben beknackt wie eh und je...