insgesamt lässt sich das natürlich noch steigern, wobei ich auch klugscheißerisch bemerken muss, dass mir
überhaupt mag ich geschichten, die aus der perspektive der unschuld. ohne filter erzählt werden. besonders gelungen ist etwa the reflecting skin.
das geht auch häufig in die bux.
immer findet sich diese alice-im-wunderland-komponente. um es mal endlich kurz zu machen: der große terry gilliam hat einen film gemacht, der fast unter ausschluss der öffentlichkeit lief. der film verstört. und perfektioniert die o.g. erzählmethode. es beginnt mit drogenabhängigen eltern (jennifer tilly u. jeff bridges), die von ihrer kleinen tochter (jodelle ferland - unfassbar gut) umsorgt werden. dann wird gestorben. und erst jetzt beginnt die hölle. sie wird sich in den nächsten zwei stunden stetig steigern. in wunderschönen bildern. sprechende puppenköpfe als einzige freunde. eine halbblinde irre, die daddy plastiniert, eine junger mann, dem das hirn wegen seiner epilepsie pürriert wurde, eine plastinierte alte frau, das ende der welt, dynamit, trostlosigkeit, und totale einsamkeit auf der einen seite. auf der anderen fast nichts. hoffnung noch nicht mal als glimmen in der düsternis. allein die schwimmübungen im goldenen kornfeld machen es für sekundenbruchteile erträglich.
trotzdem muss man diesen film gucken. aber bitte nur an tagen, an denen ihre psyche nicht leicht aus der bahn zu werfen ist. von gilliam kann del toro perfektion und kompromisslosigkeit lernen. wissend, dass der film viele abschrecken, den rest aber ernsthaft berührt zurücklassen wird. ratlos vielleicht, auch alleine gelassen. mitgenommen, ohne angekommen zu sein. wahre filmkunst eben.

(editiert: 03.09.07 - 09:13)
(editiert: 03.09.07 - 14:56)