Sonntag, 15.10.2006
21:04 » zewa auf dem stillen örtchen - phobisch reine machen
menschen haben ganz verschiedene eigenarten, besonderheiten und ängste. es kann vorkommen, dass ziemlich uninteressante unter ihnen, ein paar herausragende eigenarten besitzen. neuester fall: klopapier. was soll man nur machen, wenn man kein klopapier kaufen kann, weil man damit partout nicht öffentlich gesehen werden will? wenn man das gefühl hat, dass die ganze welt zuschaut und gedanklich in die intimsphäre eindringt?

in diesem fall muss man nach auswegen suchen. so klaut man beispielsweise rolle für rolle auf der arbeit. versteckt die hilfreichen zelluloseknäuel ganz unten in der tasche. und schmuggelt bzw. klaut sie einzeln und schafft sie in die stillen vier wände, aufs noch stillere örtchen. es ist genauso praktikabel, ZEWA-Wisch-und-Weg zu kaufen. da macht sich kein passant/miteinkäufer groß gedanken. zersägt die ungetüme zu hause in handlicherer rollen, die dann zweckentfremdet ihrer neuen bestimmung anheim fallen können.

entweder braucht man genug chuzpe, den job zu riskieren oder ein küchenmesser und augenmaß. schwuppdiwupp kann man sich in ruhe alles wegwischen, ohne die mehrheit der bevölkerung an dieser nötigen maßnahme teilhaben zu lassen.

die leute werden in sicherheit gewägt. kommen nicht auf die idee, dass sich der kreislauf der gar schnöden kultur auch in wohneinheiten langweiliger durchschnittströten, mit dem hang zur wichtigmacherei, durchsetzen kann.

hören sie den nachbarn sägen? er schafft nur unterkunft für seine notdurft.

2 Kommentare

  1. poop am 15.10.06 - 23:15
    (editiert: 16.10.06 - 01:15)
  2. Alexandra am 20.10.06 - 20:59
    (editiert: 20.10.06 - 22:59)

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