wenn ein naiver mensch in die usa reist, um das land und die leute kennenzulernen, muss man dann angst haben? um diesen menschen. eigentlich ja. was da auf einen wartet, in dem land der möglichkeiten.
rassistische rodeoorganisatoren, die sich dafür aussprechen, homosexuelle zu exekutieren. freilich, nachdem der gast ihn mit seinem eigenen begrüßungsritual - küsschen auf die whiskeywangen - aus der erdumlaufbahn geschossen hat.
hirntote middleclass-zombies, die die den naiven menschen "eigentlich ganz nett finden" und sich vornehmen, ihn zu amerikanisieren. freilich, nachdem der gast, einen der gastgeber als "retarded" statt als "retired" bezeichnet hat.
ein wohnmobil mit drei jungen männern, die sich über die herrschaft der minderheiten in ihrem heimatland aufregen. also juden, schwarze und so weiter. freilich, nachdem der gast mit ihnen mehrere liter alkohol zerstört und gebeichtet hat, dass er liebeskummer wegen pamela anderson hat, die auf dem von ihm gezeigten filmchen den beischlaf auf einem boot zelebriert.
ein "humor - trainer", der die allerschlimmsten puritanischen pointengesetze, inklusive minderheitenschutzklausel, herunterbetet. freilich, nachdem der gast von seinem behinderten bruder erzählt hat, der aus seinem käfig ausgebrochen ist, um seine schwester zu begatten.
eine schar durchgeknallter christen, inklusive einem richter vom surpreme court und mehrere congressmen, die dem gast beistehen und ihm jesus an die seite setzen - sprich ihm den heiligen geist mit einem einem archaischen beschwörungsritual eintrichtern - damit er doch noch pamela anderson erobern kann. freilich, nachdem er lediglich gesagt hat, dass keiner ihn in den usa mag und er liebeskummer hat.
und pamela anderson, die er in einen hochzeitsteppich wickelt, um sie mit nach hause - ins schöne kasachstan - zu nehmen.
ja, angst ist angebracht. aber selten hat man bei gezeigtem terror dermaßen gelacht.
BORAT - ab ins kino mit euch!

(editiert: 12.10.06 - 16:21)
(editiert: 12.10.06 - 16:49)