Möglich.
Jedoch: Wenn sie dies tut, dann auf die einzig richtige Art und Weise.
Gestern war Metal-Night im Haus der Jugend.
Für den Admiral und mich war vor Wochen bereits klar, daß dies den Anlaß schlechthin zur teilnehmenden Beobachtung abgeben würde, sind wir beide doch dem Rock durchaus zugetan.
Innerhalb der Schar derer, die sich vor Ort der Szene und ihrer Musik gegenüber affirmativ zu gerieren beliebten, nahmen wir uns indes als Ausnahmen aus, insofern nämlich, als wir ungefähr doppelt so alt waren wie das Gros der vorwiegend schwarz gewandeten, den Zuschauerraum füllenden Menge. Da überdies Gesellschaftstanz ansonsten meine Sache nicht ist, witterte ich – zurecht, wie es sich erweisen sollte – eine willkommene Gelegenheit, mein Haupt rhythmisch zu den frechen Klängen moderner Popmusik zu wiegen. Außerdem: Flaschbier 1,30.
Gesagt getan.
Es begann mit hymnischem Power-Metal, führte über eine lavasiedende Melange aus Thrash- und Death-Metal mit unüberhörbaren Hardcoreanleihen zu bizarrstem Gothic-Metal und mündete schließlich in finsterem Death-Metal alter Schule.
„Ich brauch‘ mehr Gitarre auf dem Schlagzeugmonitor.“
So der Satz, den der Sänger der Gruppe Sudden Death bei Aufbau und Inbetriebnahme der Gerätschaften vor dem Auftritt dem Klangtechniker am Mischpult via Mikrophon zuraunte. Leider wartete man vergeblich auf einen Kurzauftritt Olli Bierhoffs, dem 1996 das einzige Sudden Death/Golden Goal der Fußballgeschichte geglückt war. Das wiederum wäre dann aber auch des Guten zuviel gewesen; und des Guten ist rasch zuviel in einer Umgebung, die den lieben Gott zwar gern einen guten Mann sein läßt, aber bitte woanders...
Insgesamt ist die Veranstaltung als runde Sache zu bewerten, und ich darf düsteren Mutes meine erneute Teilnahme ankündigen, wenn am 09.12. abermals die Möglichkeit besteht, dem geneigten Ohr wohlige Chants of Hatred und der vergrößerten Leber Liter von Bier zuzuführen. Rock on!
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(editiert: 18.09.06 - 14:58)
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(editiert: 18.09.06 - 21:08)