Donnerstag, 22.06.2006
00:17 » In Memoriam Peter Burns...
Wer kennt den hier noch?



Der hatte sogar mal nen richtigen Hit in den USA. "All I Need" hieß die Single. Stieg bis auf Platz 2 der Billboard Charts. Hierzulande ist er dem geneigten Fernsehzuschauer allerdings als Dr. Peter Burns in Erinnerung, dem charmant-intriganten Weißkittel aus der Trash-Soap "Melrose Place".

Jack Wagner, so der Name des einst hoffnungsvollen Jungbarden und Nachwuchsdarstellers begann dort, wo sie jetzt vorübergehend geendet hat: In einer Daytime-Soap. General Hospital war der Kick-Off, Mitte der 80er stand man auf sowas hier:



Zehenpopeln für die Quote. Hat geklappt. Plötzlich klingelte Spelling und machte aus dem trällernden Soapstar eine veritable TV-Größe. Dr. Peter Burns stieg Mitte der dritten Staffel als krankhaft ehrgeiziger Chefarzt bei "Melrose Place" ein. Und Fans wissen: Erst mit seinem Auftauchen wurde die Serie zu genau dem süffisanten Scheiß, der gleichzeitig zu Lachen und Kopfschütteln reizen sollte. Legendär sind seine Wutausbrüche mit dem sechsmal so durchtriebenen, aber intellektuell deutlich unterlegenen Dr. Michael Mancini. Herrlich die kurzen mit spitzen Lippen gezischten Befehle an seine Vorzimmer-Tippse Sydney Andrews. Und, was ihn besonders sympathisch machte: Er hatte ja auch irgendwie eine weiche Seite. Immer, wenn es zu arg wurde, trat er für die Entrechteten ein: für den schwulen Matt, für die alkoholkranke Alison und natürlich für die schizofrene Nymphomanin Kimberley. Und er war der Herzensbrecher, der aus nett-harmlosen Frauen wild um sich beißende Furien machte. Aus der schneidigen Anwältin Alycia, aus der schizofrenen Nymphomanin Kimberley, aus der dämlichen Taylor, aus der burschikosen Lexi und zuletzt aus der rätselhaften Eve.

Ja, man kann schon ins Schwärmen kommen. Und was macht Jack jetzt? Er spielt wieder in einer Daytime-Soap: Den überguten Sohn von Lesley Ann Down (die Nordstaaten-Schlampe von Patrick Swayze aus "Fackeln im Sturm") mit Namen Nick Marone in "Reich und schön". Wagner, mittlerweile 47 Lenze zählend, spielt einen 32-jährigen Musiker. Und weil es sich so guut vermarkten lässt, hat der physiognomisch mittlerweile doch recht ausgemergelte Jack auch mal wieder einen Tonträger aufgenommen. "Dancing in the Moonlight" enthält die schönsten Gitarren-Balladen, die Jack als verträumter und weitgehend verhinderter Jungmusiker in "Reich und schön" für seine Mitakteure tiriliert.



Warum ich das hier alles schreibe? Weil es mich erschüttert. Dr. Peter Burns, der Richard Channing der 90er, hat seinen großen Durchbruch verpasst. Wer scheitert als Nächstes? Morgan Fairchild? Fran Drescher? Bruce Boxleitner?

26 Kommentare

  1. glamourdick am 22.06.06 - 07:13
    (editiert: 22.06.06 - 09:13)
  2. glamourdick am 22.06.06 - 07:19
    (editiert: 22.06.06 - 09:19)
  3. DerSven am 22.06.06 - 09:25
    (editiert: 22.06.06 - 11:25)
  4. glamourdick am 22.06.06 - 10:13
    (editiert: 22.06.06 - 12:13)
  5. Tod Spango am 22.06.06 - 12:03
    (editiert: 22.06.06 - 14:03)
  6. DerSven am 22.06.06 - 15:48
    (editiert: 22.06.06 - 17:48)
  7. DerSven am 22.06.06 - 15:50
    (editiert: 22.06.06 - 17:50)
  8. glamourdick am 22.06.06 - 16:45
    (editiert: 22.06.06 - 18:45)
  9. DerSven am 22.06.06 - 17:59
    (editiert: 22.06.06 - 19:59)
  10. Tod Spango am 22.06.06 - 18:14
    (editiert: 22.06.06 - 20:55)
  11. DerSven am 22.06.06 - 19:01
    (editiert: 22.06.06 - 21:01)
  12. glamourdick am 22.06.06 - 22:23
    (editiert: 23.06.06 - 00:23)
  13. DerSven am 22.06.06 - 23:57
    (editiert: 23.06.06 - 01:57)
  14. glamourdick am 23.06.06 - 00:01
    (editiert: 23.06.06 - 02:01)
  15. DerSven am 23.06.06 - 00:11
    (editiert: 23.06.06 - 02:11)

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