das leise quietschen des gummis war unangenehm. stetes schwanken. zwei zentimeter vorwärts, zwei zurück. ansonsten stille. fenster verhangen wie die augen. leicht getrübt. voll tiefem abscheu. zerfressene wünsche, getötete hoffnungen. davon gibt man gerne etwas ab. eine der wenigen regungen war dieses verheißungsvolle zucken im arm.
ich hätte alles werden können, aber sie lassen mich nicht...diese ratten! überall nur schmarotzer, verlogener abschaum!
es klopfte.
ein gezischtes herein und ein weiteres quietschen, ausgelöst durch eine 180 grad wendung des wesens.
ach, bergner, sie schon wieder! was wollen sie denn schon wieder?
herr minister – ich habe hier, habe hier...wieder mal eine anfrage...
neinneinnein! alle müssen raus! keine ausnahmen! keine lügen! keine rücksicht!
aber, herr minister...so einfach geht das nicht.
hören sie , sie bebraute ostpantoffel – schleichen sie sich und nehmen sie den mohr gleich mit!
wie jetzt? wen jetzt? den putzmann?
nee, den bimbo, der da an meinem teppich rummacht!
ja, den putzmann...
nee, den bimbo, schmeiß den raus! sofort bergner!
aber, herr minister..?
der hat hier nichts verloren!
der putzt hier, herr minister...
kann er ja, kann er ja. dann aber raus! zurück, wo er hingehört!
???
nach bimbonesien, auf den schwarzen kontinent, zurück in seine höhle!
???
raus und dann wieder einfliegen, bergner! maloche ja. aber nur mit arbeitserlaubnis. die geben wir jetzt. aufenthalt nur für die maloche. und einmal monatlich freizeitpark. bin ja kein unmensch! und jetzt rausrausraus!!!
jawohl, herr minister.
gemütlich, fast zufrieden, begleitet von einem sachten seufzer wandte sich die gebeugte gestalt wieder der wand zu. das leise quietschen und er schaute gebannt auf das
bild. die erscheinung wurde deutlicher. das ticken lauter.
Sachsen: »Geiselnahme« durch Polizei
Die Polizei in Dresden hat ein Kleinkind vorübergehend als »Geisel« genommen, um die Abschiebung seiner Mutter zu erzwingen. Sie holte das dreieinhalbjährige Kind aus der Kindertagesstätte und verlangten telefonisch von der Mutter, sich beim Kind einzufinden. Dabei soll die Polizei gedroht haben, das Kind notfalls auch alleine abzuschieben. Als die Mutter nicht kam, wurde das Kind etwa vier Stunden später zurück in die Kita gebracht. Mutter und Sohn sind seitdem untergetaucht.
Sachsens Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) räumte ein, der Einsatz sei »keine Meisterleistung« gewesen. Die Ausländerbeauftragte der Stadt Dresden, Marita Schieferdecker-Adolph, spricht von »Geiselnahme«. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen gegen die vier beteiligten Polizisten und ihre Vorgesetzten wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung, Entziehung Minderjähriger, Nötigung und Hausfriedensbruchs ein. (quelle:
www.asyl.net)