willkommen in der rubrik: doofe filme von doofen für doofe mit spango.
mission braindead has come to an end. denn man darf mit recht hoffen, dass das aller-guten-dinge-sind-drei-prinzip (nur quantitativ zu verstehen) im mission-impossible-franchise greifen wird. trotz großem getöse mit allem pipapo sind die boxoffice-zahlen in der relation zu den erwartungen sehr mäßig.
ich gehöre ja zu den fans der serie. es gibt genügend möglichkeiten, intelligente einsätze mit genug spektakulärem kawuppdich aus dem konzept herauszukitzeln.
vielmehr gäbe es. wenn da nicht dieser verhinderte mömmes-mümmler wäre.
im jahr 1996 startete der erste kinoausflug. hier dürfte herr de palma zeigen, was er draufhat: stilvolle inszenierung ohne gespür für eine gute story. überzeugt hat der jung sowieso immer nur, wenn er gut geklaut hatte. man wusste schon nach dem vorspann wer der böse ist. das war aber nicht gar so schlimm, weil die gelungene dramaturgie visuell prächtig funktionierte. das tempo wurde mal angezogen, dann gab es wieder fast kontemplative momente. zu verdanken hat man das den nebendarstellern. der mömmes-mümmler hat support auch bitter nötig. und der main title war perfekt von herrn elfman modernisiert worden.
da waren der damals noch nicht total biergesichtige john voight, der einen erstklassigen villain abgab. die clochard-fresse jean reno war der janusgesichtige compadre und die reizende emannuelle béart die concubine diaboli. und die große madame redgrave hat in einer lächelfalte mehr sex als der mömmes-mümmler in seinem ganzen seltsam verwachsen gestählten körper. da konnte er gar nicht richtig stören. obwohl er schon damals auf diese ganzen großaufnahmen bestanden hat. und er sah ja auch noch relativ frisch aus. wem schwarz gut steht, der darf auch mal ein paar zentimeter über dem boden hängen und sein transpirationströpfchen mit der hand fangen.
die mission war also keine perfekte. bestärkte aber in der annahme, dass man hier eine unterhaltsame kinoreihe zu erwarten hat.
dann kam woo. und ich weigere mich, darauf weiter einzugehen. nur dieses: hans "wagnerfürvollprolls" zimmer hat es doch geschafft, den unvergleichlichen main title mit scorpionklampfenmusik zu zerstören. ansonsten ging es im wesentlichen nur um die neue frisur des mömmes-mümmlers (wie es ein sehr gescheiter, aber auch sehr gestörter mensch seinerzeit feststellte).
dann kam abrams. nun ja, ich dachte mir, warum nicht? richtig doof scheint der ja nicht zu sein. aber nun, ach, schweig mein herz! so eine kacke habe ich wirklich nicht erwartet. nicht nur, dass es keine story gibt, es gibt nur aufwändige stuntszenen, die abrams noch nicht einmal gescheit in cinemascope zu filmen vermag. funken sprühen, blechfetzen fliegen dem zuschauer entgegen. aber die gesamtansicht einer durch raketen zerstörten brücke oder den sprung zwischen zwei wolkenkratzern kriegt er nicht auf seine handykamera. eine gute fernsehserie kann zwar als basis für einen guten kinofilm dienen, dieser sollte aber nicht wie fernsehen inszeniert werden. gell?
dazu hat er dem mömmes-mümmler noch eine frau (schön schlecht operierte nase - meinen respekt!) an seine seite gedichtet, die in etwa das charisma einer seegurke besitzt. richtig: die ähnlichkeit zu der "mutter" des kindes des mömmes-mümmlers, die gott sei´s gedankt just vor der premiere ihre niederkunft hatte, ist frappierend. außer einem gescheiten gegenspieler und einem präsenten sidekick, hat diese folge alarm für kobra 11 nichts an schauspielern zu bieten. du sollst keinen mömmes-mümmler neben mir haben. oder so. stattdessen hat der mömmes-mümmler auf vielen sinnlosen szenen bestanden, in denen er weinen oder rennen oder besser noch: weinen und rennen kann. warum rhys meyers teil des cast ist? da spielen wohl die gefühle des protagonisten eine rolle. gerade im vergleich wirkt der mömmes-mümmler doch arg bemüht, wenn er seinen bizeps in szenen zeigen muss, wo er sich den kopf hält (weil eine nitrokapsel in ihm hochzugehen droht), also seine hände an das schmerzende vakuum hält und den bösewicht mit seinen ellebogen verdrescht. jawoll! es gab zwar nix zu sprengen. aber schön doof sah das schon aus.
die musik ist so lala. die mischung des themas erinnert aber ein wenig an tanztee bei tante gudrun mit erdbeertorte.
da guck ich wirklich lieber james bond. und den kann ich überhaupt nicht mehr leiden.

(editiert: 13.05.06 - 12:19)
(editiert: 14.05.06 - 02:56)
(editiert: 15.05.06 - 12:19)
(editiert: 15.05.06 - 16:50)